Wieder zu Hause

Mit Schneeregen, Hagel und Temperaturen um 0°! Und Auto putzen, Haus putzen, Wäsche waschen und Berge von Schreibtischarbeit abarbeiten! Willkommen im Alltag!

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Gargano, der Sporn am Stiefel Italiens

Für die Rückreise haben wir uns für die Adriaseite entschieden. Und staunen erst einmal über die perfekt industrielle Landwirtschaft mit maschineller Bearbeitung. 100km und mehr reihen sich Olivenhaine, Wein, Weizen, Gemüsefelder, Treibhäuser in der Senke zwischen hohen Bergen und Meer. Einzelne Bauernhäuser gibt es allenfalls als verlassene Ruinen, die Menschen leben in den Städten.

Nördlich von Bari ist Gargano unser Ziel, ein großes Naturschutzgebiet und Weltkulturerbe. Seltene Baum- und Wildarten soll es hier geben in den bewaldeten Bergen, Grotten und malerische Küsten. In VIESTE, 14.000 Einw., hoch auf einem weißen Kreidefelsen gelegen, darunter ein kilometerlanger, weiter Sandstrand, finden wir einen

20 Vieste 1

geöffneten Campingplatz (Camping Adriatico) am Strand. Nur ein Gartentörchen trennt uns vom Meer! Und hier gibt es doch tatsächlich Muscheln und hübsche Seeschneckengehäuse am Wassersaum, hier gibt es Leben im Meer! Das Leben im Städtchen beginnt erst so langsam nach dem Winter, im Mai ist Saisoneröffnung, im Sommer muss hier viel los sein!

Willi hat sich „den Rücken verdreht“, Greka ist „unpässlich“ – hat wohl irgendeinen Müll auf der Straße gefuttert. Also: ein paar Tage Schonung und abhängen, dann zügig nach Hause!

zwei Strandblumen

zwei Strandblumen

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Fast 4 Wochen Sizilien

Sehr gut hat uns diese größte Mittelmeerinsel gefallen! Für Reisende gut strukturiert, kann man viel unternehmen, der Aufenthalt ist kurzweilig und sicher. Wir haben uns eher an den Küsten aufgehalten, wo auch  die ca. 6 Mill. Einwohner überwiegend urban wohnen. Das Inselinnere haben wir weniger kennen gelernt – vielleicht später einmal! Was uns immer wieder verblüffte: die Insel ist unglaublich grün, teils bewaldet! Es gibt viel Landwirtschaft, die Produkte sind von höchster Güte, die sizilianische Küche ist köstlich! Bestechend schöne Landschaften in großer Vielfalt haben wir gesehen, das Klima fanden wir im April sehr angenehm mit überwiegend sonnig-warmen Tagen um 20° und angenehmer Abkühlung nachts. Zum Baden ist das Wasser noch zu kalt. Ein paar Regentage waren auch dabei, eher mit Schauern, 1 Tag gab es „Scirocco“, den warmen Sandsturm aus Afrika. Gern sind wir auch den historischen Spuren gefolgt mit einer über 2500 jährigen Besiedlung und Hochkultur durch griechische Eroberer, gefolgt von Römern, Karthagern, Normannen… Nicht so gefallen haben uns die sizilianischen Städte mit ihren Neuzeitanteilen, die offensichtliche Wohlstandsspreizung. Für uns Wohnmobilreisende ist Sizilien ein attraktives Ziel mit seinen unzähligen Campingplätzen, oft wunderschön gelegen in bewaldeten (und damit schattenspendenden) Arealen direkt am Meer, um diese Jahreszeit nur mit einer Handvoll Gäste, oft wie ein großer Garten für uns. Die Sani Einrichtungen sind eher schlicht und oft halboffen (kalt!), Preise um 20€/Nacht. Die Straßenverhältnisse sind mit Ausnahme  der Autobahn überwiegend schlecht und beengt. Nette Reisende aus ganz Europa trafen wir. Mit den Einheimischen kamen wir wenig ins Gespräch, das mag an unseren fehlenden Sprachkenntnissen liegen, vielleicht aber auch an wenig Interesse.

Fazit: Sizilien ist mindestens 1 Reise wert! „Schönster Ort am Mittelmeer“ bleibt für mich aber Kreta – vielleicht, weil die Insel ursprünglicher, ländlicher ist. Und die Menschen herzlicher, kontaktoffener. Und man dort nicht so hundephobisch ist wie in Italien!

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Cefalu

Einer der Touristenmagnete von Sizilien: malerische Altstadt, eingeschmiegt zwischen Meer und mächtigem Felsen mit marodem Charme, schmalen Gässchen, viel Nippes,

durch dieses Tor wird sie kommen

durch dieses Tor wird sie kommen

die Personenschützer

die Personenschützer

am Sehnsuchtsort Mittelmeer

am Sehnsuchtsort Mittelmeer

Strandperle?

Strandperle?

italienisches feeling

italienisches feeling

typische Gasse mit Verkehr !

typische Gasse mit Verkehr !

Restaurants und Cafés. Und langem Sandstrand, nicht so häufig hier. Und wieder in der Antike eine griechische Stadtgründung.

17km östlich finden wir einen weiträumigen, gepflegten Campingplatz(Rais Gerbi), terrassiert bis hinunter zum Meer mit grandiosem Blick auf die „Liparischen Inseln“ (Stromboli).

Blick vom Frühstückstisch

Blick vom Frühstückstisch

16 Rais Gerbi

Außer uns nur eine Handvoll Gäste da. Der Betreiber, ein quirliger 70Jähriger schimpft: Die Buchungen für den Sommer seien eingebrochen, weil die Presse in Nordeuropa ein völlig falsches Bild der Flüchtlingsroute Italien vermittle. Mit Flüchtlingen habe es auf Sizilien nie Probleme gegeben und werde es auch nicht, selbst wenn demnächst wieder einige kommen sollten. Und jetzt schafft Europa „Schengen“ ab, blockiert die Flüchtlingsrouten – eine Schande sei das! Nein, er habe kein Vertrauen in Europa, da wirtschafte doch jeder nur in die eigene Tasche!

Dörfchen wie Storchennester... immer hoch oben auf dem Berg

Dörfchen wie Storchennester… immer hoch oben auf dem Berg

Hier wollen wir 3 Tage „Urlaub“ machen, dann geht es über Messina Richtung Heimat – eine lange Fahrt, fast 2500km! Grekchen wird jammern!

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Monreale

Nach 3 sonnigen Tagen in der schönen Natur um Capo San Vito fühlten wir uns wieder fit für 1 Tag „Kultur“.  14 Studium

Kirchen gibt es ja viele auf Sizilien, berühmt für ihre Malereien oder Wunder, die sich dort ereignet haben sollen. Sie tragen eindrucksvolle Namen wie z.B. Madonna della Lacrima o.ä. Der Dom von Monreale hat eine besondere Geschichte:

Im 12.Jahrh. ließ der normannische König Wilhelm II auf dem Monte Reale oberhalb von Palermo kurzerhand einen neuen Dom errichten, ein Benediktinerkloster und ein Königspalast kamen dazu. Der Grund: die enge Verbindung zwischen dem Bischof von Palermo und dem Papst in Rom ärgerte ihn, also setzte der König als Zeichen seiner neuen Macht  der alten ein beeindruckendes Bauwerk vor die Nase! Es verbindet stilistisch arabische, normannische und romanische Elemente und ist mit seinen reichen, goldgrundigen Mosaiken und Deckenholzmalereien wunderschön!

14 Dom 14 Kreuzgang

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Palermo

… nur einige unsortierte Eindrücke

Von Osten kommend, verlassen wir die Autobahn, wollen zum Hafen. Und rollen über eine schmale, löchrige Küstenstrasse durch Vorstadt-Slums, fühlen uns an Colombo erinnert. An den Tankstellen sitzt Wach-/Hilfspersonal, aus Bangladesch meist. Schwarzafrikaner lungern vor den Supermarktausgängen herum in der Hoffnung auf den Euro vom Einkaufswagen. Und die Locals gucken finster, leben in den vermüllten Straßen, verfallenden Häusern. Aber: wo Schatten, da auch Licht! Näher am Zentrum werden die Straßen breiter, sauberer, die Häuser renovierten, die Geschäfte gepflegter…Das enge Hafengebiet wirkt wieder unfreundlich, große Fähren liegen vor Anker. Ich erkundige mich nach Fährverbindungen nach Genua bzw. Livorno und gebe nach 1 Std. Verhandlung mit einem ganz freundlichen, aber gänzlich unfähigen Mitarbeiter von Grimaldi auf: Er kann in etwa so viel Englisch wie ich Italienisch (wenig!), sein Computersystem läuft nicht stabil/er kann es nicht sachgerecht bedienen, ein Abwägen verschiedener Optionen für Hund, Kabine, Auto – alles nicht möglich. Wir werden also den Rückweg wieder über Land wählen.

Im Camp „La Playa“ treffen wir alte Bekannte, alle Womo-Reisende steuern ihn an, liegt er doch recht verkehrsgünstig zwischen Stadtzentrum und Flughafen an sehr schöner Küste (leider vermüllt). Und entscheiden uns gegen Stadtbesichtigung. Der Moloch Palermo mit ca. 700.000 Einwohnern lockt uns so gar nicht, vielleicht reicht unser Kulturinteresse später für Monreale.

ein Paradies

ein Paradies

eine unglaubliche Bucht

eine unglaubliche Bucht

Gestern sind wir am Nord-Westzipfel Siziliens (San Vito lo Capo ) im Camp „El Bahira“ angekommen, eine Traumgegend, geschützt durch Nationalpark-Status. Wenn man die Werbung für „Caravaning“ sieht, fragt man sich doch verwundert, wo denn solche Landschaften in Europa sein sollen, wo steht man denn allein in der Natur ( bei massiv steigenden Fahrzeugzahlen!).

Die Regel aber ist doch eher eine andere: Asphalt Autobahnen mit lärmenden Parkplätzen, enge Stellplätze etc. Na – hier gibt es eine Natur-Idylle, wunderschön,besonders beliebt bei Wanderern und Steilwandkletterern – hier gibt es noch einige dieser Traummöglichkeiten.Und heute werden es über 30°!!

wir wandern

wir wandern

30° machen uns doch etwas zu schaffen

30° machen uns doch etwas zu schaffen

Ach ja – Teres & Fred aus Bern treffen wir auch wieder – alles gut!

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Incredibile !

gebrochene vordere 3cm dicke Blattfeder !!!

gebrochene vordere 3cm dicke Blattfeder !!!

Autoreparatur hat bestens geklappt! Ersatzteil aus D war da, 5 Std. hat der junge Mechaniker sorgfältig geschraubt, Rechnung entsprach der Vorankündigung, nun „federt“ es wieder – unser gelbes Auto! Bemerkenswert: es gab dauernd Kommunikation zwischen MB in D und der Werkstatt wie auch mit uns, dem Kunden. Da fühlten wir uns angenehm „behütet“.

Nachtrag vom 10.4.16 ( es regnete heftig heute Nacht und auch heute in den Morgenstunden, da hatte ich Zeit, im Internet zu blättern: Unsere neue Querblattfeder ist aus GFK und nicht mehr aus Stahl. Wie ich darauf überhaupt komme? Bei Abnahme der Reparaturarbeiten stolperte ich über die komisch helle Farbe der neuen Feder, das sah so gar nicht nach Stahl aus – und siehe da, im Netz finde ich des Rätsels Lösung, vor Ort beim Einbau konnte und wollte mir niemand dazu etwas sagen.

gfk Federblatt Diese neue Querblattfeder übernimmt Lenkerfunktion sowie dämpfende und lasttragende Aufgaben, so die Entwickler von ZF (Antriebs- und Fahrwerkstechnik ), wir haben also (ungefragt) neuste Technik aus Friedrichshafen an Bord. Das Ding ist deutlich leichter, soll haltbarer und belastbarer sein. Ob uns die MB Leute zum Testkandidaten machen? Daheim versuche ich das zu klären. Erste Fahreindrücke: seidenweicher Fahrkomfort.  ( Willi )

Auf dem Weg zur Nordküste machen wir Halt in Inselmitte (es gibt zur Freude Willis einen Sicilia Village Outlet Nähe Enna mit WoMo Stellplatz) und staunen über die Landschaft: wie Allgäu – Weizenfelder überziehen die Hügel in zartem Grün! Schon in der Antike galt Sizilien als Kornkammer!

sattes Korngrün

sattes Korngrün

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